Rohfüttern mit Frostfutter Perleberg – unser Test [Werbung]

Die Ernährung ist ein maßgeblicher Faktor, wenn es um die Gesundheit und Energie des Hundes geht. So wie wir Menschen haben auch Hunde ihre Bedürfnisse, was Nährstoffe angeht. Zudem können auch bei Hunden Unverträglichkeiten oder Futtermittelallergien existieren.
Die Rohfütterung ist eine Ernährungsweise für Hunde, die auf die vielseitigen Ansprüche reagiert. Sie erfreut sich bei vielen Hundehaltern großer Beliebtheit. Und jetzt bekamen auch wir die Chance, diese spezielle Art der Fütterung genauer unter die Lupe zu nehmen.

Unsere Fütterung

Es gibt ein paar Dinge, die mir wichtig sind, wenn es um die Ernährung meines Hundes geht.
Ein gutes Hundefutter muss meiner Meinung nach

  • abwechslungsreich und vielseitig sein
  • alle wichtigen Nährstoffe enthalten
  • keinen Zucker und keine Zusatzstoffe enthalten
  • dem Hund schmecken
  • die Zahngesundheit fördern (vorrangig, indem durch intensives Kauen Zahnstein vermieden wird)
  • besonders nährstoffreiche Komponenten beinhalten

Damit unsere Hundeernährung all diesen Ansprüchen gerecht wird, setze ich auf einen Mix aus gutem Trockenfutter und Nassfutter (bei denen ich genau prüfe, was drinsteckt), kombiniert mit natürlichen Lebensmitteln und Selbstgekochtem. Als „Topping“ gibt es zusätzlich wertvolle Komponenten wie hochwertige Öle und Nahrungsergänzungsmittel. Da ich eigentlich kein Verfechter der BARF-Ernährung bin, sie grundsätzlich aber nicht ablehne und prinzipiell offen für Ernährungstrends bin, habe ich mich über das Angebot der Firma Frostfutter Perleberg gefreut, ein großes Probierpaket mit verschiedenen BARF-Sorten zu testen.

Für diejenigen, die ebenfalls unerfahren auf dem Gebiet sind: BARF steht für „Bones And Raw Foods“ – Knochen und rohes Futter.

Gut zu wissen: Wo kommt das Fleisch her?

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Die K&K Petfood GmbH, ansässig in Perleberg, produziert seit 2011 Tierfutter verschiedenster Art. Die Herstellung erfolgt unter veterinärärztlicher Aufsicht und mit größter Sorgfalt. Verarbeitet werden ausschließlich Kühe und Rinder aus QS-zertifizierten Betrieben. Kurze Wege, frische Fleischprodukte aus dem eigenen Schlachtbetrieb sowie ein Höchstmaß an Know-how garantieren die gewünschte Premium-Qualität. Der firmeneigene Schlachthof, der seit mittlerweile 17 Jahren tagtäglich seine Kompetenz unter Beweis stellt, gilt als Spezialist seines Fachs.

Hilfe – mein Gefrierschrank platzt aus allen Nähten!

Das 12-kg schwere Testpaket erreichte mich gut gekühlt in einer Styroporbox. Alle darin enthaltenen BARF-Pakete sind noch tiefgefroren – so, wie es sein soll.
Das Fleisch ist in rechteckiger (gut stapelbarer) Form in Plastik eingeschweißt. Jedes Päckchen enthält 1 kg Inhalt, beispielsweise in den Sorten

  • Rindermix (Rindfleisch-Mix mit Pansen)
  • Pansen grün gewolft
  • Powermix oder
  • Huhn-Rind-Mix

Bei Barf-Futter handelt es sich um rohes Fleisch, das Ihr unverzüglich einfrieren müsst.
Ich habe zu dem Zweck die Gefriertruhe ausgeräumt und einige Vorräte im Schnellverfahren verbraucht – Ihr benötigt tatsächlich ein wenig Platz, um das rohe Fleisch fachgerecht zu lagern.

 

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Wie viel Frischfleisch braucht mein Hund überhaupt?

Die erste Frage für mich war: Wie portioniere ich diese großen Mengen und wie viel davon braucht mein Hund, um satt zu werden und gut versorgt zu sein?
Hierfür hält die Website von Frostfutter Perleberg ein nützliches Tool bereit: Neben hilfreichen Tipps zum Thema BARFen gibt es hier einen praktischen BARF-Rechner. Die benötigte Tagesration an Frischfleisch für den Hund hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Gewicht
  • Aktivität
  • Alter (Welpe, Junghund oder ausgewachsener Hund)
  • gewünschte Futtermenge (Anteil vom Körpergwicht) – empfohlen werden etwa 2 % bei erwachsenen Hunden
  • Getreidefütterung gewünscht?
  • Knochenfütterung gewünscht?
  • gewünschter Fleischanteil (70 bis 80 % je nach weiterer Fütterung)

Nachdem ich dort alle Angaben zu meinem Hund gemacht habe, wird mir eine Menge von 130 g Frischfleisch sowie 55 g pflanzlichen Nahrungsbestandteilen (Getreide, Obst und Gemüse) empfohlen. So weit, so gut.

Die große Frage: Wie portioniere ich das ganze Frischfleisch?

Finn soll 130 g Frischfleisch täglich bekommen. Das heißt, ein Paket von 1 kg muss in etwa 7 Portionen aufgeteilt werden. 

Nachdem ich mich schlaugemacht habe, wie das bei der Barf-Fütterung in die Praxis umgesetzt wird, gestalte ich das folgendermaßen:

  • ein Paket zu 1 kg über Nacht im Kühlschrank auftauen, damit es sich in Rationen aufteilen lässt
  • den Inhalt abwiegen und in Plastiktüten abfüllen
  • alle Tüten mit Clip verschließen, etwas plattdrücken (beschleunigt das Gefrieren und soll so die Keimentwicklung reduzieren) und wieder einfrieren
    Arbeitsfläche gründlich reinigen

Jeden Abend nehme ich dann eine Portion aus dem Tiefkühlfach, lasse es über Nacht im Kühlschrank auftauen und verfüttere es am nächsten Tag.

Es wird spannend: Was sagt der Hund zum Futter?

Finn kam jetzt also endlich in den Genuss, rohes Fleisch zu testen. Ich war gespannt, wie es ihm schmecken würde. Als er beim Vorbereiten seiner Mahlzeit kaum Interesse an IMG_9212dem zeigte, was ich machte, wurde ich schon skeptisch. Der Geruch des Rohfleisches ist nämlich sehr dezent. Für mich ist das natürlich angenehm: Gerade als Vegetarier brauche ich keinen aufdringlichen Fleischgeruch in meiner Wohnung. Die einzige Sorte, die ich geruchstechnisch als unangenehm empfand, war der Pansen.

Steht der Napf aber dann vor dem Hund, ist er ganz aus dem Häuschen. Es schmeckt!
Innerhalb kürzester Zeit ist die – zugegebenermaßen recht kleine Menge – förmlich inhaliert. Aus geschmacklicher Sicht verteile ich also stellvertretend die volle Punktzahl.

Sind Veränderungen am Hund feststellbar?

Ich habe nicht ausschließlich rohes Fleisch gefüttert, sondern dieses immer mit Trockenfutter, Leckerli, Gemüse etc. kombiniert. Auch habe ich mit einer kleineren Ration begonnen, um meinen Hund an das rohe Fleisch zu gewöhnen. Verdauungsprobleme gab es keine. Gesundheitliche Vorteile waren in der kurzen Zeit nicht sichtbar. Ich denke, dafür braucht es etwas mehr Zeit (und diverse diagnostische Möglichkeiten).
Mich interessierte, ob es Erfahrungen zu herzkranken Hunden und BARF gibt. Die Firma bietet als Service den Rat einer Tierärztin an, die man auf der Seite per Mail kontaktiert. Bisher habe ich auf meine Frage jedoch noch keine Antwort erhalten. Falls jemand Erfahrungen mit Herzerkrankungen beim Hund und BARF hat: Meldet Euch sehr gerne!

Würde ich Frostfutter Perleberg empfehlen?

Diese Frage kann ich klar beantworten: Wer seinen Hund mit BARF ernähren möchte, ist mit Frostfutter Perleberg wirklich gut beraten. Der Versand erfolgte schnell, die Produkte waren zuverlässig gefroren. Das Fleisch macht einen frischen Eindruck. Und was nicht zu vernachlässigen ist: Dem Hund schmeckt es.
Was ich unpraktisch finde, sind die recht großen Verpackungen. 1 kg auf 7 Portionen zu verteilen, ist zwar kein Hexenwerk. Man muss sich dennoch wöchentlich die Zeit dafür nehmen, und für diejenigen, die rohem Fleisch nicht zugetan sind, ist das Abpacken eventuell ein unangenehmer Zeitvertreib.

Ich persönlich möchte weiterhin bei einer abwechslungsreichen Fütterung verbleiben und zukünftig gerne die ein oder andere Portion Fleisch mit einbeziehen. Zu diesem Zweck habe ich ein paar weitere Produkte im Onlineshop entdeckt, die für unseren Zweck infrage kommen – etwa die Kategorie BAF to GO. Das sind kleinere Portionen, die nicht gekühlt werden müssen und lange haltbar sind.

Empfehlen kann ich die BARF-Pakete der Firma allen Haltern von etwas größeren Hunden, mit Mehrhundehaltung oder denjenigen, für die das regelmäßige Portionieren kein Problem darstellt.

Aber Achtung: BARF ist keine Ernährungsform, die man einfach mal ausprobiert. Euer Hund muss sich langsam an das rohe Fleisch gewöhnen (wie bei jeder Ernährungsumstellung) und es gibt Vieles zu beachten. Rohes Fleisch birgt mikrobielle Risiken, die durch bestimmte Hygieneregeln gesenkt werden. So dürft Ihr rohes Fleisch nicht den ganzen Tag lang im Napf liegen lassen, da sich hier gefährliche Krankheitserreger wie Bakterien oder Parasiten vermehren können.
Wer seinen Hund barft, muss dessen Nährstoffbedarf genau kennen und darauf eingehen. Unwissenheit führt hier zu Mangelzuständen, die schwere gesundheitliche Folgen für Euren Hund haben können. Wenn Ihr also darüber nachdenkt, Euren Hund zu barfen: Informiert Euch vorher bitte eingehend. Die Website von Frostfutter Perleberg ist da ein guter Einstieg, denn hier gibt es einige gute Tipps und Infos zum Thema. Zur Vertiefung empfehle ich Euch aber, zu einschlägiger Literatur zu greifen und eine Beratung beim Tierarzt in Anspruch zu nehmen.

Was die Qualität der Produkte angeht, bin ich restlos überzeugt und freue mich daher sehr, dass wir diese so umfangreich ausprobieren durften.

Das Produkt wurde mir von Frostfutter Perleberg kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Dennoch spiegelt der Bericht ausschließlich meine eigene, unbeeinflusste Meinung wider.

3 Kommentare zu „

Gib deinen ab

  1. An sich ein guter (Werbe)Artikel zum Thema BARF, bis auf einige Details.
    TF und BARF soll nicht gemischt werden.
    Seealgenmehl zum Jodbedarf gehört unbedingt erwähnt.
    Auch sollte ein Ernährungsplan erstellt werden, unabhängig vom Hersteller, BarfLaden und Tierarzt; am besten vom einem/r Ernährungsberater/in. Besonders wenn der Hund krank ist oder Allergien hat.
    Die Umstellung kann, eventuell mit einem Fastentag, gleich umgestellt werden. Mit einer FleischArt angefangen bis zu mindestens drei.
    Nicht gleich rohe Knochen geben, sondern mit Hühnerhälsen zB anfangen, bis die Magensäure sich angepasst hat. Niemals gekochte Knochen (splittern) und auch keine tragenden Knochen (zu hart für die Zähne).
    Achja: Der Hund trinkt weniger da er viel Flüssigkeit über das Fleisch aufnimmt. Der Kotabsatz wird geringer da mehr verwertet wird. Das Fell wird innerhalb weniger Wochen schöner.
    Insgesamt aber ein guter Beitrag zum Einstieg.
    Ich kann jedem nur zum BARFen raten.

    Gefällt mir

    1. Hallo Nico,
      vielen Dank für deine Einschätzung!
      Für mich war dies die erste Erfahrung mit dem BARFen, daher habe ich nur das erwähnt, mit dem ich mich am Anfang konfrontiert gesehen habe. Ich habe überlegt, näher darauf einzugehen, was alles zu beachten ist – da ich aber wie erwähnt noch nicht so sehr in der Materie drin bin, habe ich darauf bewusst verzichtet und mich auf den Hinweis beschränkt, dass man sich hier wirklich näher informieren sollte. Umso mehr freue ich mich über deine Tipps und Anmerkungen!

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      1. Gerne. Ich freue mich dass ich ein bißchen was beitragen konnte.
        Barfen wird leider oft als ganz einfach dargestellt und öfter noch mit sogenannten „FertigMenüs“ die aber meistens Schrott sind. Mir läuft es jedes Mal kalt den Rücken runter wenn ich im Baumarkt, ja Baumarkt !, die TK sehe mit einem schönen appetitlichen Video in Dauerschleife.
        Kompliziert ist das ganze eigentlich nicht, man muß sich aber schon in die Materie einlesen und selbst mal einen Futterplan erstellen. Ansonsten kommt es zu Defiziten und schadet eigentlich mehr als gut ist.
        LG

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