Diese Leitsymptome für Schmerzen beim Hund solltet Ihr kennen (&: bei DIESEM Verhalten sofort zum Tierarzt!)

Hunde zeigen ihren Schmerz nur ungern. Das ist ein Überbleibsel von ihren Vorfahren, bei denen es hieß: Wer Schmerz zeigt, zeigt Schwäche. Damit Euch nicht entgeht, wenn Euer Vierbeiner leidet, zeige ich Euch heute die wichtigsten Anzeichen für Schmerzen bei Hunden. Mit diesen Leitsymptomen solltet Ihr sofort merken, wenn etwas nicht stimmt, und die Chance haben, frühzeitig einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufzusuchen.

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Wer sich fragt: „Hat mein Hund Schmerzen?“, sollte auf die folgenden Anzeichen achten

Verhaltensveränderungen: Euer Hund hat ein stark verändertes Schlafbedürfnis? Er schläft entweder sehr viel oder ist unruhig und wandert die ganze Nacht umher? Das könnte eine Auswirkung von Schmerzen sein. Möglicherweise ist Euer Vierbeiner auch plötzlich aggressiv, leicht reizbar, unruhig, leckt sich häufiger als sonst oder aber er ist melancholisch und zurückgezogen. Immer, wenn Hunde Verhaltensveränderungen zeigen, ist das ein Zeichen dafür, dass sich etwas in ihnen verändert hat, auf das sie reagieren. Schmerzen sind eine mögliche Ursache dafür.

Bewegungsveränderungen: Hunde, die Schmerzen haben, zeigen oft veränderte Bewegungsmuster.

  • Lahmen
  • Hinken
  • Schleichen
  • Schwanken
  • Vermeidung bestimmter Bewegungen oder auch
  • Sich-im-Kreis-bewegen

deuten darauf hin, dass es dem Hund nicht gut geht. Die Ursache kann eine Erkrankung des Muskel- oder Skelettsystems sein (insbesondere Arthrose, Arthritis, HD oder Bandscheibenvorfall kommen häufig vor), muss es aber nicht.

Veränderungen im Fressverhalten: Einige Hunde, die unter akuten oder chronischen Schmerzen leiden, neigen auch zu vermindertem Fressen, der sogenannten Fressunlust. Zeigt er plötzlich Desinteresse am Lieblingsfutter, fühlt Euer Hund sich mit Sicherheit nicht wohl.

Atmung: Folgende Veränderungen der Atmung beim Hund können Anzeichen für Schmerzen sein:

  • dauerhaftes Hecheln ohne ersichtlichen Grund
  • sehr schnelle Atmung über einen längeren Zeitraum
  • flache Atmung (sogenannte Flankenatmung)

Körperhaltung: Achtet auch auf die Körperhaltung, wenn Ihr euch fragt, ob Euer Hund Schmerzen hat. Zittert, wackelt oder schüttelt er sich häufig? Klemmt er den Schwanz ein, duckt sich, macht einen Buckel oder lässt den Kopf auffällig hängen? Dann ab zum Tierarzt, denn solche Leitsymptome von Schmerzen bei Hunden sollten unbedingt abgeklärt werden.

Und wenn Euer Hund dieses Verhalten zeigt, müsst ihr sofort zum Tierarzt

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Kopfpressen: Als Kopfpressen bezeichnen Tierärzte es, wenn Hunde oder Katzen den Kopf an die Wand drücken. Was im ersten Moment vielleicht niedlich aussieht, ist in Wirklichkeit ein Symptom schwerer neurologischer Erkrankungen bei Tieren. Dahinter stecken können:

  • Vergiftungen
  • Tumore
  • ein Shunt
  • Hirntraumen
  • ein Parasitenbefall
  • ein Schlaganfall
  • eine Enzephalitis (Gehirnentzündung)
  • eine Hepatische Enzephalopathie

Aber bitte keine Panik! Es kann vorkommen, dass Euer Haustier dieses Verhalten zufällig zeigt, ohne erkrankt zu sein. Ihr kennt Euer Tier am besten. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid oder das Kopfpressen gegen die Wand bei Eurem Hund oder Eurer Katze wiederholt auftritt, ist der Gang zum Tierarzt dringend notwendig, um größere Schäden zu verhindern.

6 Kommentare zu „Diese Leitsymptome für Schmerzen beim Hund solltet Ihr kennen (&: bei DIESEM Verhalten sofort zum Tierarzt!)

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  1. Ich bin ab sofort dabei und verfolg Dich nun regelmäßig 🙂 Bei Gelegenheit durchforste ich auch mal die anderen Beiträge. Sehr wichtiges Thema. Ich ruf lieber einmal zu oft beim TA an oder geh vorbei, als einmal zu wenig. Viele warten so unfassbar lange, obwohl sie merken dass definitiv etwas nicht stimmt. Sowas kann ich nicht verstehen 😦

    Liebe Grüße, Frauke

    Gefällt 1 Person

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