Einen guten Tierarzt erkennen: 10 Tipps, die Euch bei der Suche helfen

 

Einen guten Tierarzt finden: Ob Umzug, gewünschter Tierarztwechsel oder Unsicherheit darüber, ob der aktuelle Tierarzt für das eigene Haustier wirklich geeignet ist – Gründe für die Suche nach einem neuen Tierarzt gibt es viele. Die Frage, woran man einen guten Tierarzt erkennen kann, ist jedoch schwierig. Hier findet Ihr als Hilfe ein paar Dinge, auf die Ihr bei der Suche nach einem guten Tierarzt achten solltet.

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#1 Mundpropaganda: Empfehlungen von Tierbesitzern sind Gold wert. Seien es Freunde, Bekannte, Communities in Foren oder Bewertungsportale – Erfahrungen anderer Tierbesitzer helfen Euch bei der Entscheidung für einen Tierarzt.

#2 Ein guter Tierarzt nimmt sich Zeit, hört zu, geht auf Eure Fragen und Sorgen ein. Ihr habt ein Mitspracherecht und dürft Bedenken äußern, schließlich geht es hier um Euer Haustier. Wirklich super ist ein Tierarzt, der mitdenkt und euch auf Dinge aufmerksam macht, die Euch vielleicht entgehen. Das kann eine neue Impfung sein oder der Zahnzustand Eures Tieres, der einer Sanierung bedarf.

#3 Ein Tierarzt kann gut sein und dennoch nicht zu Euch passen, beispielsweise weil er keine Erfahrung mit Eurer Tierart hat. Ihr haltet Chinchillas oder eine afrikanische Igel als Haustier? Dann ist es angebracht, einen Tierarzt zu suchen, der sich mit dieser speziellen Tierart auskennt. Seht dazu auch Tipp #1!

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#4 Nur eine saubere, ordentliche, und sehr gut organisierte Praxis kann Euch den Service bieten, den Ihr und Euer Liebling verdient. Achtet also auch auf die Ausstattung und die Atmosphäre in der Tierarztpraxis. Wenn Euer Tier sich wohlfühlt, verläuft der Tierarztbesuch eindeutig stressfreier. Mit einer guten Ausstattung kann der Tierarzt ebenfalls punkten. Mit Röntgengerät oder praxiseigenem Labor können einfach mehrere Untersuchungen (direkt) erfolgen.

#5 Ist das Personal in der Tierarztpraxis freundlich und geht auf individuelle Situationen und Tiere ein? Oder erfolgt ein häufiger Wechsel der Angestellten? Solche Dinge können Euch Hinweise darüber geben, ob Ihr eine gute Tierarztpraxis gefunden habt. Wichtig ist auch, ob die Sprechzeiten zu Eurem Terminkalender passen.

#6 Ein guter Tierarzt ist flexibel in seinem Vorgehen und drängt Euch nicht die eigene Meinung auf. Vielmehr erklärt er, warum er eine Methode oder Therapie bevorzugt und bietet Alternativen an, wenn Ihr mit einem Vorschlag nicht so glücklich seid.

#7 Ein guter Tierarzt schlägt Euch nur Untersuchungen vor, die wirklich nötig sind und verzichtet auf Überflüssiges. Fragt doch einfach mal nach, warum er den geplanten Eingriff als nötig erachtet.

#8 Medikamente sollten nur bei bestätigter Diagnose verabreicht werden, oder wenn sich ein Verdacht wirklich erhärtet. Prophylaktische Therapien können mehr schaden als nutzen. Hakt hier besser nochmal nach.

#9 Ein Tierarzt kann sehr, sehr gut in seinem Gebiet sein und Euch dennoch bei Zweifeln an einen Spezialisten überweisen. Das ist ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und dafür, dass er wirklich das Beste für das Tier erreichen möchte.

#10 Ich finde, ein guter Tierarzt sollte Impfungen und Antiparasitika nicht verabreichen, ohne Euch darüber aufzuklären. Ich gehöre zu der „Wurmkur nur wenn nötig“-Fraktion und finde auch, dass es Situationen gibt, in denen Impfungen nicht mehr verabreicht werden müssen. Ich hatte beispielsweise einen Löwenkopfsenioren, der bereits 13 Jahre alt war (was für Kaninchen sehr alt ist!) und habe mit meinem Tierarzt vereinbart, dass es für ihn mehr Schaden als Nutzen bringen könnte, ihn alle 6 Monate zu impfen. Ich fand es sehr professionell von meinem Tierarzt, offen darüber zu sprechen und die Vor- und Nachteile der Impfung bei einem so alten Tier ehrlich abzuwägen, ohne Profitgedanken.

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3 Kommentare zu „Einen guten Tierarzt erkennen: 10 Tipps, die Euch bei der Suche helfen

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  1. Ein guter Tierarzt ist wie die Nadel im Heuhaufen… Unsere Haustierärztin bei meiner Mutter betreut unsere Tiere schon seit fast 20 Jahren. Und wir sind immer noch sehr zufrieden. Angefangen mit den drei Kampfkatern über zwei Pferde bis zu den Hunden. Sie verbindet Schulmedizin und alternative Methoden wunderbar, klärt auf. Menschen gegenüber ist sie zuweilen kurz angebunden, das kommt bei einigen als arrogant rüber. Mir völlig wurscht. Sie geht ganz toll mit den Tieren um, versteht ihr Handwerk und trödelt nicht unnötig rum 🙂

    Grad beim Thema Impfen und Wurmkur klappt mir gerne mal das Messer in der Tasche auf bei den Tierärzten. Dicht gefolgt von Bravecto 😉 Unsere TÄ macht es z.B. bei Hunden wie folgt, sie werden grundimmunisiert, dann alle 3 Jahre geimpft bis sie so 7 – 8 Jahre alt sind oder es werden bis dahin Titer-Tests gemacht ob Nachimpfen überhaupt notwendig ist. Zwingerhusten impft sie z.B. so gut wie nie. Warum auch. 99% der Hunde die ich mit Zwingerhusten (oder auch Leptospirose) in den Praxen quer durch Deutschland erlebt hab – waren geimpft. Jährlich. Arme Viecher 😦 Da sieht man wie sinnlos diese Impfungen sind, dafür spritzen wir ihnen jedes Jahr einen Gift-Cocktail und zahlen dafür auch noch horrende Summen. Ich muss unsere leider alle 3 Jahre impfen lassen, da ich sie sonst nicht mehr in die Pension bringen könnte und es gefährlich wäre ins Ausland zu fahren. Da reicht schon eine kurze Fahrt nach Polen und zack, weg sind die Hunde. Beschlagnahmt. Ich führe Kopien oder die Impfpässe immer mit, wenn sie dabei sind. Mein Pferd (jetzt fast 25) wird schon seit weit über 10 Jahren gar nicht mehr geimpft. Vorher einige 2 mal jährlich, da Turnierstall. Was ich ihm damit angetan hab… Der hat Antikörper für ne ganze Herde im Körper…! 😦 Bei den Wurmkuren kommt er leider nicht drum rum, die sind Pflicht für alle Pferde dort. Die Hunde bekommen 2 mal jährlich eine.

    Wo wir aktuell wohnen hab ich noch keinen TA gefunden wo ich ein gutes Gefühl habe. Klar, so Sachen wie Analdrüsen leeren, impfen – das kriegt wohl noch jeder hin. Wir gehen zu einer kleinen Klinik ein paar Minuten entfernt. Notfalls kann da auch geröntgt und so ziemlich alles operiert werden. Zudem sind sie immer erreichbar. Dafür recht teuer und mit dem Chef hab ich mich bereits 2 mal angelegt 😉

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    1. Ja da hast du Recht, Impfungen sind ein heikles Thema, da kann man froh sein, wenn man einen Tierarzt gefunden hat, der hierzu eine vernünftige Meinung hat.
      Bei Tierkliniken kann man auch Glück oder Pech vaben6, da habe ich aber zum Glück kürzlich auch eine Klinik entdeckt, die mir sehr zusagt. Generell bezahlt man da aber meist etwas mehr. Wenn dafür aber wirklich alles gut gemacht wird- das ist es einem dann ja auch wert.

      Gefällt 1 Person

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