Ecosphere – Tierquälerei oder spannender Trend?

 

Wer sich für Trends aus der Tierwelt interessiert, kennt bestimmt schon die EcoSphere. Dieses biologische System bietet Garnelen einen kleinen Lebensraum, in dem sie beobachtet werden können. Was auf den ersten Blick spannend wirkt, wird allerdings kontrovers diskutiert. Ist EcoSphere Tierquälerei oder ein interessanter Trend?

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EcoSphere ist eine kleine, eigene Welt im geschlossenen Aquarium für Naturliebhaber, Tierbeobachter und Pflanzenfreunde.
Zu verdanken haben wir dieses wundersame Produkt der Weltraumforschung.
Experimente zu geschlossenen, eigenständig lebensfähigen Miniatur-Lebensräumen wurden von Forschern der NASA durchgeführt. Zweck des Ganzen war es, während den langen Aufenthalten im Weltraum einen Lebensraum zu schaffen, der völlig auf sich allein gestellt überleben kann.

Mit dem Ergebnis dieser Experimente können wir Normalsterblichen heute nicht nur unser Wohnzimmer um ein weiteres, aufregendes Accessoire erweitern, sondern auch viel über die Natur und ihre erstaunliche Überlebensfähigkeit lernen.
Denn EcoSphere kann ohne äußeres Hinzutun mehrere Jahre lang überleben.
Es entwickelt sozusagen ein Eigenleben und schafft es, in einem immerwährenden Kreislauf sämtliche darin lebende Tiere und Pflanzen zu versorgen.

Gefüllt ist ein EcoSphere mit Salzwasser und Luft. Weiterhin befinden sich in der geschlossenen Glaskugel Algen, kleine Steine, Gorgonien und tropische Garnelen.
Gorgonien sind eine Korallenart aus hornartiger Substanz.
Die Garnelen sind lediglich 1,5cm groß und nutzen die Algen sowie winzige Bakterien, die im EcoSphere leben, als Nahrungsmittel.

Der Trick hinter diesem System ist das von außen einfallende Licht, welches biochemisch umgesetzt wird. In Verbindung mit Kohlendioxid veranlasst es die Algen dazu, Sauerstoff herzustellen, welcher für die Mini-Garnelen lebensnotwendig ist.

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Das für diese Photosynthese notwendige Kohlendioxid wird von den Garnelen und Bakterien produziert.

Nährstoffe werden in der Kugel gebildet, indem verschiedenste Bakterien die tierischen Produkte, welche mit der Zeit automatisch anfallen, in Nährstoffe umwandeln.
Diese wertvollen Nährstoffe dienen den Algen wiederum als Nahrung.

Wer sich ein EcoSphere anschafft, sollte lediglich für ausreichend Licht sorgen und das Algenwachstum im Auge behalten. Wachsen mehr Algen, als von den Garnelen gefressen werden, sollte man das Ecosphere eine Zeit lang in einen dunkleren Raum stellen. Wachsen dagegen zu wenige Algen, ist das ein Zeichen dafür, dass mehr Licht benötigt wird.

In der Regel überlebt ein Ecosphere so mehrere Jahre. In wenigen Fällen fand man noch nach 10 Jahren Garnelen darin, wobei dies eher selten der Fall ist. Realistisch ist eine Überlebensdauer von 3 Jahren.

Doch natürlich gibt es auch aus der Tierrechtler-Sicht einige ernstzunehmende Kritikpunkte. So gibt es beispielsweise Bedenken, dass die Garnelen eine zu einseitige Ernährung erhalten und weiterhin keinerlei Rückzugsmöglichkeiten angeboten bekommen, die sie für ihr Wohlbefinden benötigen. Auch das Alter, das Garnelen in einer EcoSphere erreichen, sei nicht so hoch wie in der Natur. Weiterhin soll die Tatsache, dass die Tiere sich in der Glaskugel nicht vermehren, ein Zeichen dafür sein, dass sie sich nicht wohl fühlen.

Letztendlich bleibt das Ecosphere also eine Weltneuheit, die die Geister aller Tier- und Naturfreunde in zwei Teile spaltet:
Die einen sehen darin ein ethisch bedenkliches System, die anderen lediglich eine legitime Kopie des natürlichen Lebensraums dieser Arten, die man so eingehend beobachten und studieren kann.

Und was denkt Ihr über die Ecosphere? Tierquälerei oder spannender Trend?

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen, und Erfahrungen!

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4 Kommentare zu „Ecosphere – Tierquälerei oder spannender Trend?

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